Danube Upper Austria Open powered by SKE: Finalkrimi an Safiullin
Ein würdiger Abschluss mit reichlich Dramatik: Bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE in Mauthausen setzte sich Roman Safiullin (ATP 176) in einem hochspannenden Endspiel gegen den Portugiesen Jaime Faria (ATP 136) nach 2:22 Stunden mit 4:6, 6:4, 7:6 (4) durch. In einem zunächst zähen, dann zunehmend intensiven Duell krönte sich der Russe nach einem nervenaufreibenden Tiebreak im dritten Satz zum Turniersieger und sorgte damit für einen packenden Schlusspunkt einer hochklassigen Turnierwoche.
Der Finaltag in Mauthausen bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE bot alles, was Tennis auf Challenger-Niveau auszeichnet: Spannung, Wendungen und große Emotionen. Zu Beginn dominierten die Aufschläger, Breakchancen blieben Mangelware. Doch beim Stand von 2:2 im ersten Satz kippte das Spiel: Jaime Faria, als Nummer sieben gesetzt, fand seinen Rhythmus, agierte mutig und sicherte sich das vorentscheidende Break. Mit beeindruckender Lockerheit und Selbstvertrauen – sinnbildlich für seine gesamte Turnierwoche – holte sich der Iberer nach 34 Minuten den ersten Satz mit 6:4.
Roman Safiullin reagierte im zweiten Durchgang prompt. Mit einem frühen Break und druckvollen Vorhandschlägen übernahm er die Kontrolle. Zwar kämpfte sich Faria noch einmal zurück und glich zum 4:4 aus, doch im entscheidenden Moment behielt dann der Ex-Weltranglisten-36. die Nerven und sicherte sich den Set ebenfalls mit 6:4. Der dritte Abschnitt entwickelte sich schließlich zu einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Faria gelang das Break zum 4:3, musste jedoch postwendend das Rebreak hinnehmen. Die Entscheidung fiel im Tiebreak, in dem Safiullin mit einem Vorhand-Longline-Winner seinen zweiten Matchball verwertete und sich damit den Turniersieg sicherte.
Seriensieger Safiullin „überglücklich“
Für den frischgebackenen Champion ist es der zweite Challenger-Titel in Folge – eine beeindruckende Serie. Bereits bei den Open de Oeiras in Portugal hatte er sich aus der Qualifikation zum Titel gespielt, in Mauthausen baute er seine Siegesserie auf insgesamt zwölf Matches aus. „Das Finale war ein wirklich hartes Match. Zunächst einmal Glückwunsch an Jaime für eine großartige Woche – er ist von Runde zu Runde besser geworden. Es war ein intensiver Kampf. Das Finale war am Beginn nicht so hochklassig, aber zum Schluss wurde es dafür richtig spannend. Ich bin überglücklich über den Sieg, es fühlt sich einfach gut an“, so Safiullin. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Team und der Organisation: „Es fühlt sich hier wie ein zuhause an – von den Plätzen bis zum Hotel passt einfach alles. Vielen Dank für ein großartiges Turnier.“
Auch Finalist Faria zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. „Es ist mein zweites Finale in diesem Jahr. Auch wenn es wieder eine Niederlage ist, ist es ein sehr guter Start in die Saison“, erklärte der Portugiese, der seine gute Form bestätigte und weiterhin fleißig Punkte auf seinem Weg in Richtung Top 100 sammelte. „Roman ist ein unglaublicher Spieler – eigentlich sollte er gar keine Challenger mehr spielen. Ich versuche, ihm im Ranking zu folgen und ihn bald auf den großen Turnieren wiederzusehen“, so Faria sportlich. Die Trophäen wurden im Rahmen der Siegerehrung auf dem Center Court von Stefan Eder, CEO der SKE Engineering GmbH, an die Finalisten sowie von der Abgeordneten zum Nationalrat Johanna Jachs an den Sieger übergeben.
Leitgeb freut sich über „großartige Woche“
Turnierdirektor Florian Leitgeb zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Es war eine großartige Woche mit unglaublicher Stimmung und vielen Highlights. Wir haben unseren Job auf sehr hohem Niveau erfüllt – genauso wie die Spieler.“ Der Blick richtet sich nun bereits nach vorne: Im Hintergrund laufen schon die Vorbereitungen für die NÖ Open powered by EVN in Tulln (6. bis 13. September 2026).
Siegerliste Danube Upper Austria Open powered by SKE in Mauthausen
2026: Roman Safiullin (Russland)
2025: Cristian Garín (Chile)
2024: Lucas Pouille (Frankreich)
2023: Hamad Medjedović (Serbien)
2022: Jurij Rodionov (Österreich)