Wiener Tennisverband
Turniere ATP

Zwei Challenger-Turniere, eine klare Mission

Die Events in Mauthausen und Tulln sind für die Entwicklung heimischer Spieler von zentraler Bedeutung.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 05.05.2026
© Manfred Binder

Die Challenger-Turniere in Österreich stehen vor großen Herausforderungen: Nach den Absagen in Salzburg (2025) und der Pause in Bad Waltersdorf 2026 sind mit Mauthausen und Tulln (beide ATP-100-Challenger) nur noch zwei Turniere dieser Kategorie übrig. Beide werden von Florian Leitgeb von Champ Events und seinem Team organisiert – und sind für die Entwicklung heimischer Spieler von zentraler Bedeutung.

Dass sich die Zahl der Challenger-Turniere – nach dem neuen Rekordjahr 2023 mit vier Events – innerhalb von zwei Jahren halbiert hat, sieht Mauthausen-Turnierdirektor und Veranstalter Florian Leitgeb mit Sorge: „Es ist unglaublich schade. Vor zwei, drei Jahren hatten wir vier Turniere in Österreich und haben darüber gesprochen, dass es elementar wäre, noch das eine oder andere dazuzubekommen – jetzt sind es nur noch zwei. Dabei wären diese Veranstaltungen so wichtig für unsere Spieler und für die Entwicklung des heimischen Tennis.“ Gleichzeitig betont Leitgeb, wie essenziell diese Bühne ist: „Wir haben Mauthausen und Tulln genau mit dem Ziel aufgebaut, jungen österreichischen Spielern eine Plattform auf diesem Niveau zu geben. Das ist unser klarer Auftrag. Wir bringen sie mit sehr guten internationalen Spielern zusammen, das ist ein wichtiger Rahmen für ihre Karriere.“

„Ein Challenger ist kein Selbstläufer“

Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie komplex die Organisation eines ATP-Challenger-Turniers ist. Von Infrastruktur über Sponsoring bis hin zu logistischen Abläufen ist der Aufwand enorm – und wächst stetig. „Viele sehen das Turnier im Fernsehen beziehungsweise kommen als Fans zu den Spielen und glauben, man stellt einfach ein paar Plätze hin und los geht’s. Aber dahinter steckt extrem viel Arbeit und ein enormer Zeitaufwand“, erklärt Leitgeb. „Wir reden von steigenden Anforderungen seitens der ATP, von massiv gestiegenen Kosten – egal ob Tribünenbau oder Energie.“ Auch im Bereich Transport setzt man neue Maßstäbe: Während bei vielen Challenger-Turnieren lediglich ein bis zwei Shuttlebusse in einem bestimmten Zeitfenster pro Tag im Einsatz sind, bietet man in Mauthausen und Tulln ein deutlich flexibleres und umfangreicheres System. Damit wurden bereits neue Standards in der Spielerbetreuung gesetzt und ein professionelles Umfeld abseits des Center Courts geschaffen.

Die wirtschaftliche Situation erschwert die Organisation zusätzlich: „Es wird alles teurer, gleichzeitig wird es immer schwieriger, neue Sponsoren zu gewinnen. Marketingbudgets werden eher gekürzt als erhöht – das spüren wir natürlich.“ Trotzdem stehen die beiden Turniere in Mauthausen und Tulln (6. bis 13. September 2026) auf stabilen Beinen und mit einer vielversprechenden Zukunft. Ein entscheidender Faktor: langfristige Partnerschaften. „Wir sind in der glücklichen Situation, dass unsere Partner an das Produkt Tennis-Challenger glauben und uns seit Jahren unterstützen – nicht nur monetär, sondern auch ideell, mit Vertrauen und einem klaren Bekenntnis zu unserem Weg. Gleichzeitig ist es uns wichtig, auch selbst ein verlässlicher Partner zu sein – in allen Belangen. Nur so kann es funktionieren, heute und auch in der Zukunft. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Thema Sichtbarkeit. Je mehr wir unseren Partnern in der Öffentlichkeit ermöglichen können, umso mehr zahlt es in unser Tun ein.“

Ein Turnier für die Spieler

Bei allen wirtschaftlichen Realitäten bleibt der sportliche Fokus zentral: Die Turniere in Mauthausen und Tulln verstehen sich bewusst als Plattform für Spieler. „Wir wollen ein Turnier für die Spieler sein – und das merkt man in vielen Details“, sagt Leitgeb. „Von der Organisation über den Transport bis hin zur Betreuung versuchen wir, mehr zu bieten als Standard.“

Ein Beispiel dafür ist die gezielte Vergabe der Wildcards: „Wir hatten heuer auch sehr gute internationale Optionen, die natürlich unser Turnier mit ihren großen Namen aufgewertet und noch mehr Zuschauer:innen angelockt hätten. Aber es war uns wichtig, heuer alle an österreichische Spieler zu vergeben. Genau dafür machen wir diese Turniere. Daher war es eine klare Entscheidung und ein noch klareres Commitment für unseren Weg und für den heimischen Tennissport.“

Auch die Rückmeldungen aus dem Lager der Spieler bestätigen einmal mehr den eingeschlagenen Weg: „Natürlich gibt es immer Kleinigkeiten, die man verbessern kann. Aber insgesamt bekommen wir sehr viel positives Feedback und Wertschätzung für unsere Arbeit – das zeigt uns, dass wir ein gutes Fundament aufgebaut haben und nach wie vor auf dem richtigen Weg sind.“

Teamgeist und Detailarbeit als Schlüssel

Ein Challenger-Turnier lebt nicht nur von Budget und Infrastruktur, sondern vor allem vom Team dahinter. Rund um Leitgeb arbeitet eine eingespielte Mannschaft aus Organisator:innen, ehrenamtlichen Helfer:innen und Partner:innen – oft weit über das normale Maß hinaus.

„Bei uns packt jede:r mit an. Egal ob Aufbau, Abbau oder Kleinigkeiten zwischendurch – es gibt niemanden, der sich zu schade ist oder Arbeit von sich wegschiebt“, beschreibt Leitgeb den Spirit. „Das ist einer der Gründe, warum unsere Turniere so funktionieren. Wir selbst sind die Botschafter:innen unserer Events, das leben wir jeden Tag vor und tragen diese Begeisterung nach außen.“

Auch organisatorisch wird permanent weiterentwickelt: Prozesse werden laufend angepasst, Erfahrungen aus jedem Jahr in die Planung des nächsten Jahres integriert. „Die Vorbereitung beginnt eigentlich schon während des laufenden Turniers. Wir überlegen ständig, was wir noch besser machen können.“

Ausblick: Stabilität sichern, Wachstum ermöglichen

Trotz aller Herausforderungen blickt Leitgeb vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das Ziel ist klar: die bestehenden Turniere langfristig absichern – und damit eine stabile Basis für das österreichische Tennis schaffen. „Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren noch hier stehen und weiterhin Challenger-Turniere in Österreich organisieren können“, sagt Leitgeb. „Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr.“ Gleichzeitig sieht er auch Potenzial für die Zukunft: „Mehr Turniere würden dem österreichischen Tennis guttun. Wenn man sich Länder wie Italien anschaut, wo jede Woche Challenger gespielt werden, sieht man, welchen Effekt das haben kann. Natürlich lässt sich das nicht Eins-zu-eins vergleichen, aber ich bin überzeugt, dass wir uns annähern können. Es ist noch ein steiniger Weg, aber wir können das in Österreich meistern.“

Bis dahin liegt der Fokus jedoch auf dem Bestehenden: Qualität sichern, nachhaltig wirtschaften und die Turniere kontinuierlich weiterentwickeln. „Wir wollen jedes Jahr einen nächsten Schritt machen – egal ob in kleinen Details oder bei größeren Themen.“ Eines ist für den 33-Jährigen dabei klar: „Solange wir diese Turniere haben, geben wir alles, um sie auf diesem Niveau zu halten. Für die Spieler, für die Fans – und für den Tennissport in Österreich.“ Mit einer erfolgreichen Turnierwoche in Mauthausen ist damit ein weiteres Kapitel österreichischer Tennisgeschichte 2026 geschrieben – „es war eine großartige Woche mit unglaublicher Stimmung, mit rund 4000 Tennisfans und vielen Highlights. Wir haben unseren Job wieder auf einem sehr hohen Niveau erfüllt – genauso wie die Spieler“, so Leitgeb – und der Blick richtet sich bereits auf das nächste Challenger-Turnier in Tulln. Die NÖ Open powered by EVN gehen von 6. bis 13. September 2026 über die Bühne und stehen vor ihrer sechsten Auflage.

| Manfred Binder
© Manfred Binder
Florian Leitgeb zeichnet maßgeblich für die ATP-Challenger-Turniere in Österreich verantwortlich.

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